04Erlebnisse

Lebendiges Erbe

Wein aus der Qvevri

Georgien besitzt einige der ältesten bekannten Weinbaustätten der Welt: Schon um 6000 v. Chr. bauten die Menschen hier Trauben an und vergruben Tongefäße, um ihren Wein aufzubewahren. Diese Gefäße, Qvevri genannt, gleichen großen, eiförmigen Amphoren ohne Henkel und werden in die Erde oder in den Boden von Weinkellern eingelassen, sodass selbst ihr Hals unter dem Bodenniveau liegt. Der Ton wird sorgfältig ausgewählt, weil er den Charakter des Weins prägt; nach jedem Gebrauch wird das Gefäß gewaschen, mit Kalk gereinigt und innen neu mit Bienenwachs ausgekleidet. 2013 nahm die UNESCO die traditionelle georgische Methode der Weinbereitung in Qvevri in die Liste des immateriellen Kulturerbes auf. Im Land wachsen rund 500 Rebsorten; zu den bekanntesten zählen der tiefrote Saperawi und der Rkatsiteli. Die wichtigsten Weinregionen liegen im Osten, in Kachetien und Kartlien, wo immer mehr kleine Familienweingüter die alte Qvevri-Methode mit dem Empfang von Reisenden verbinden. Fragen Sie im Keller nach den vergrabenen Gefäßen.

2013
Qvevri-Weinbereitung im immateriellen UNESCO-Kulturerbe
Rund 500
Rebsorten in Georgien