05Geschichte

Erbe

Die Rettung der Denkmäler Nubiens

Als in Assuan der Hochdamm geplant wurde, war klar, dass sein Stausee ganz Unternubien auf 479 km überfluten würde und mit ihm 22 bedeutende Denkmäler, darunter die Tempel von Abu Simbel, Philae, Kalabscha und Amada. Zwischen 1960 und 1980 führte die UNESCO eine internationale Kampagne, an der sich fünfzig Länder beteiligten und die als größte archäologische Rettungsaktion aller Zeiten beschrieben wurde. In Abu Simbel wurden beide Tempel in 1.036 Blöcke zerschnitten, innen nicht schwerer als 20 t und an den Fassaden nicht schwerer als 30 t, angehoben und weiter oben wieder zusammengesetzt; die Risse wurden mit Epoxidharz verfüllt, um den brüchigen Sandstein zu halten. In Philae wurden 95 Bauten zerlegt und auf die Insel Agilkia versetzt, und auch andere Tempel zogen an neue Orte. Aus dieser Erfahrung erwuchs die Idee eines gemeinsamen Erbes der Menschheit: 1972 wurde die Welterbekonvention verabschiedet, und 1979 kamen die geretteten Tempel als „Nubische Denkmäler von Abu Simbel bis Philae“ auf die Liste. Wer vor Abu Simbel steht, sieht zwei Leistungen, zwischen denen mehr als 3.200 Jahre liegen.

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Versetzte Denkmäler
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Beteiligte Länder
1.036
Blöcke der Tempel von Abu Simbel
1972
Verabschiedung der Welterbekonvention

Sehenswürdigkeiten

  • WelterbeDie Kampagne ebnete den Weg zur Konvention von 1972 und zum heutigen System der Welterbestätten.